Inocybe





Risspilze

aktualisiert: 10.02.2021 12:54:29

Autoren:
Agaricus tr. Inocybe, Fries, 1821 / Inocybe, (Fries) Fries, 1863 / Agaricus subgen. Clypeus, Britzelmayr, 1881 / Clypeus, (Britzelmayr) Fayod, 1889 / Astrosporina, J. Schröter, 1889 / Inocibium, Earle, 1909 / Agmocybe, Earle, 1909 / Astrosporina, S. Imai, 1938 / Inocybella, Zerova, 1974
Klassfikation:
Fungi, Dikarya, Basidiomycota, Agaricomycotina, Agaricomycetes, Agaricomycetidae, Agaricales, Inocybaceae
Aktueller Name:
Inocybe (Fries) Fries


Die Risspilze ist eine sehr artenreiche Gattung (ca. 500 Arten) welche zur Zeit in folgende Gattungen, bzw. Untergattungen gegliedert:
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- Inosperma
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- Inocybe
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- Mallocybe
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- Pseudosperma
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Eine weitere Gruppierung bildet die Form der Sporen:
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- Glattsporer
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- Höckersporer
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Eine Studie von 2009 von Matheny et al. (2009) brachte bei einer Revision Erstaunliches zu Tage. Es gibt eine enge Verwandtschaft zwischen Inocybe und Crepidotaceae. Dies ist überraschend weil Inocybe Ektomycorrhizapilze sind, d.h. symbiotisch and gewisse Bäume und Sträucher gebunden sind, im Gegensatz zu Crepidotaceae, welche saprophytisch sind.
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Verschiedene Mykologen wie A. Kühner (1980), B. Horak (1967), C. Kuyper (1986), D. Singer (1986) hatten in der Vergangenheit versucht System in die Gattung zu bringen.
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Dabei sind zusätzliche Kaden / monophyletische Gruppierung wie Inosperma, Astrosporina, Mallocybe, Inocybium aufgrund primär mikroskopischer Unterschiede entstanden.
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Sporenfarbe / Sporenpulver (Abwurf)
Gelbbraun - braun - dunkelbraun - rostbraun
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Geruch / Geruchsprofil
Spermatisch, süsslich-penetrant
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Sporenmembran, Oberfläche, Skulptur
Eckig, höckerig
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glattsporig, dickwandig, elliptisch, nierenförmig, phaseoliform, oval
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Zystidenform
Viele Arten mit Zystiden mit Kristallschopf
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Toxin/e
Muscarin
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Giftigkeit
Grundsätzlich ist die ganze Gattung als giftig zu betrachten.
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Die Zuordnung ob giftig bis tödlich giftig bei den Inocyben ist oft eine Ermessensfrage. Tödliche Vergiftungen sind theoretisch bei allen Risspilzen möglich, die L(+)-Muscarin enthalten. Es hängt von der eingenommenen Giftmenge ab. Da viele Inocyben unscheinbar sind und wenig einladend zum Sammeln, sind Vergiftungen selten und bei einer rechtzeitigen Behandlung mit Atropin behandelbar. Eine exakte Bestimmung dieser schwierigen Gruppe ist oft unmöglich. Häufig sind auch keine brauchbaren Reste mehr vorhanden.
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Bresinsky & BESL erwähnen 40 Inocybe-Arten, in denen Muscarin nachgewiesen wurde. Viele Risspilze sind noch nicht chemisch untersucht worden, doch es ist anzunehmen, dass sich darunter noch etliche muscarinhaltige Arten finden.
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Quelle: SZP 2006-4 - Dr. med. R. Flammer
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BRESINSKY & BESLH H. (1985) Giftpilze. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart
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Verursacht / verantwortlich für das folgende Syndrom:
Art/en:
Gattung/en:
Verwandte Themen & weiterführende Links:
Dokumente
Links extern

Inocybe - Flammer, T© 3644
Inocybe rimosa - Glattsporer
Inocybe -
Inocybe - Flammer, T© 3647
Inocybe asterospora: Höckersporer
Inocybe -

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